Das Lernprinzip

aktueller Stand der Wissenschaft

Wenn wir Lernen richtig gestalten wollen, sind die aktuellen Erkenntnisse der Wissenschaft zu berücksichtigen. Dabei sollte jedoch die individuelle Färbung durch den Autor berücksichtigt werden.

Das PET-Lernprinzip berücksichtigt neben den individuellen Erfahrungen aus mehreren tausend Unterrichtseinheiten von der Begleitung von Auszubildenden über die Ausbildung der Ausbilder, diverse Fachwirte bis hin zu geprüften Betriebswirten, auch die Erkenntnisse aus dem systematischen Coaching und der Erwachsenenpädagogik.

Das Ergebnis ist so einfach wie wirksam.

Ziele der Lernenden | Grundvoraussetzung

In der Erwachsenenbildung ist das Ziel des Lernenden mit seinem Sinn ein wesentlicher Einflussfaktor auf den Lernerfolg.

Was wünschen sich die Lernenden?
Leider viel zu häufig einen Lernerfolg ohne eigene Anstrengung.

Warum nehmen die Lernenden an dem Unterricht teil?
Um im ersten Anlauf die Prüfungen sicher und erfolgreich zu bestehen.

Wenn wir als Lernbegleiter hieran anknüpfen können wir das PET-Lernprinzip wirksam anwenden.

Ein einfaches Prinzip

Das PET-Lernprinzip baut den Lernprozess in drei einfachen Schritten auf:

  1. Problematisieren | Problem erfassen
  2. Erfassen | Erarbeiten des Inhalts bzw. der Lösungsstrategie
  3. Transferieren | Zur Festigung des Lösungsmusters werden die neuen Kompetenzen direkt auf eine neue Problemstellung transferiert.

1. Problematisieren | Problem erfassen

Um zunächst den Sinn für die folgende Lerneinheit zu erfassen, werden die Lernenden mit einer (meist) unbekannten Problemstellung konfrontiert. Im Rahmen von Prüfungsvorbereitungslehrgängen für IHK-Prüfungen anhand von prüfungstypischen Aufgaben – oder bei Trainings in Unternehmen mit unternehmens- / tätigkeitsspezifischen Herausforderungen.

Die Lernenden erkennen hier ihr Kompetenzdefizit und begreifen die Notwendigkeit für das Lernen und Üben.

2. Erfassen | Erarbeiten des Inhalts bzw. der Lösungsstrategie

Anknüpfend an die Problematisieren erarbeiten die Lernenden ggf. gemeinsam mit dem Lernbegleiter die für die Lösung der Problemstellung notwendigen Inhalte / Kompetenzen. Wichtiger als das isolierte Faktenwissen ist bei diesem Ansatz der Fokus auf die Zusammenhänge und relevanten Hintergründe.

Durch die Verknüpfung der Inhalte mit der Problemstellung ist der Sinn für die Lernenden jederzeit greifbar, Fortschritte werden bei den Lernenden spürbar.

3. Transferieren

Im dritten Schritt wird das neu Erlernte durch die Lernenden zunächst auf die anfängliche Problemstellung angewandt und in der Gruppe reflektiert.

Anschließend wird das Erlernte in einer neuen Herausforderung angewandt und somit die Lösungsstrategie auf ähnliche Problemstellungen transferiert. Durch den Transfer werden die neue gelernten Inhalte besonders gefestigt, der Sinn weiter vertieft.